Toleranz bedeutet Geduld

09. Februar 2010

Ein schönes Beispiel des irrwitzigen Alltags in einer multi-kulturellen Gesellschaft beschreibt heute die Daily Mail. Sogar die in einem Schmelztiegel der Kulturen lebenden und diesbezüglich desensibilisierten Londoner konnten nur noch staunen: «Wir leben in einer Multi-Kulti-Gesellschaft und es gibt eine Zeit und einen Ort für das Gebet, aber doch nicht während einer Busfahrt mit lauter Leuten hintendrin», berichtete eine Augenzeugen dem Blatt über den bizarren Vorfall. Was war geschehen?

Ein moslemischer Busfahrer hatte sich offenbar gedacht, dass Toleranz wohl bedeute, dass Zahlreiche die Eskapaden eines Einzelnen zu erdulden hätten, hielt mitten im Berufsverkehr der britischen Hauptstadt an, sperrte seine bald darauf in Panik geratenden Fahrgäste ein und begann, gen Mekka zu beten. «Er hat gar nichts gesagt», zitiert das Blatt einen Fahrgast. «Ich dachte, dass er für vielleicht dreißig Sekunden anhalten würde aber das zog sich über fünf Minuten. Ich dachte sogar, das könnte vielleicht ein Bombenanschlag sein.»

 

Französische Moslems betten mitten auf der Straße 

Nun ist diese Angst nicht ganz unbegründet, doch viel interessanter an der ganzen Geschichte ist, dass ein einzelner Moslem hier der Ansicht war, zwanzig, dreißig oder vierzig Menschen, die für die Fahrt gelöhnt haben, hätten sich nach seinen Bedürfnissen zu richten. Toll integriert, der Mann. Gute Dhimmis, wie viele öffentliche Betriebe in Großbritannien eben sind, erhielten die Fahrgäste nur eine lahme Entschuldigung. Moslemische Busfahrer wurden angewiesen, die eigens für sie eingerichteten Gebets- räume zu nutzen.

Wer durch von Moslems dominierte Stadtteile europäischer Großstädte fährt, muss schon mal damit rechnen, dass fünf mal am Tag plötzlich alles dicht ist weil eine Horde Rechtgläubiger sich auf der Straße in den Staub wirft. Aber wehe, man hupt. Wehe, da muss ein Krankenwagen durch. Da wird schon mal mit der Faust gedroht. Es stimmt schon: Toleranz bedeutet Geduld - jedenfalls etymologisch gesehen. Doch wer mit Toleranz Gutes zu tun glaubt, irrt gewaltig. Und zwar in vielerlei Hinsicht.

Toleranz ist bestenfalls Desinteresse, wie schon Maugham wusste, in der Regel aber eher die inhärente Ansicht, jemand habe einen Makel, den man als toleranter Mitmensch entschuldigen müsse. Ja, die steinigen halt noch Ehebrecherinnen. Muss man tolerieren, so sind’se eben. So gesehen ist Toleranz Arroganz in Reinkultur. Menschen, die sich nicht integrieren wol- len und offensichtlich der Ansicht sind, so viel besser zu sein als alle anderen dass alle nach ihrer Pfeife zu tanzen haben, darf man aber kei- nesfalls tolerieren.

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Der Neue kriegt’s besser hin

08. Februar 2010

Während die Webpräsenz der Bundeswehr in den vergangenen Jahren hauptsächlich dann durch aktuelle News glänzte, wenn ein von den Streit- kräften geförderter Sportler mal wieder eine Medaille geholt oder eine Kaserne zum Girls’ Day geladen hatte, scheint der neue Verteidigungs- minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit seinem Versprechen, es werde in der Öffentlichkeitsarbeit mehr Transparenz geben, ernst zu machen. Damit bricht er mit der Beschönigungstaktik seines glücklosen Vorgängers Franz-Josef Jung (CDU), der nur bestätigte, was ohnehin nicht mehr zu leugnen war, und ansonsten lieber übers Wetter redete. 

Im vergangenen Jahr durfte Uli Gack vom ZDF als einer der wenigen Journalisten überhaupt die Soldaten in Afghanistan als «Embedded Journalist» in Einsätze begleiten, und führte auch schon mal Interviews im Straßengraben und unter Beschuss durch. Doch auch die Bundeswehr-PR selbst will jetzt kein Blatt mehr vor den Mund nehmen und schönreden, was nicht mehr schönzureden ist. Seit Januar gehen die so genannten Einsatz-Kamera-Trupps mit den Soldaten in Einsätze und filmen den Alltag in Afghanistan, der mit dem Bohren von Brunnen und dem Bauen von Schulen nicht mehr viel gemein hat.

 

Im neusten Video dieser Art liefern sich deutsche Fallschirmjäger ein Gefecht mit Aufständischen - und töten auch einige. Viele Stimmen in den Medien und der Politik - beispielsweise der Grünen-Verteidigungsexperte Omid Nouripour - erklärten, der Afghanistaneinsatz würde unter Umständen mehr Unterstützung erfahren, wenn man den Deutschen die Realität zuzu- muten bereit sei. Nach mehr als acht Jahren wurde nun zumindest der erste Schritt getan. Ändern wird es wahrscheinlich wenig, aber Ehrlichkeit und Transparenz sollten sowieso nicht zweckgebunden, sondern selbst- verständlich sein.

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NRW: Kein Interesse an Integration

08. Februar 2010

Offenbar nur wenig Interesse an einer erfolgreichen Integration haben Einwanderer im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die gestrigen landes- weiten Integrationsratswahlen in den Städten und Kommunen haben so gut wie keine Resonanz gefunden. Nur 11,29 Prozent der Wahlberechtigten nahmen die Chance wahr, einen Ausländerbeirat zu wählen und so mehr Einfluss auf ihre Belange betreffende Entscheidungen zu erhalten. Mehr als eine Million Mitbürger ohne deutschen Pass waren zur Wahl aufgerufen. Oder - war dieses Urteil vielleicht zu hart? Beobachten wir in Deutschland nicht allgemein einen rapiden Schwund, was das Interesse an der Demo- kratie anbelangt?

Obwohl Letzteres natürlich der traurigen Wahrheit entspricht, ist das wachsende Unvermögen autochthoner Deutscher, ihre Teilhabe an der Demokratie wahrzunehmen, noch lange keine Entschuldigung oder gar ein plausibler Grund, es ihnen gleichzutun. Vor allem dann nicht, wenn Ein- wanderer glauben, sie würden in Deutschland nicht gerecht behandelt, wie Der Spiegel berichtet. Das gilt übrigens auch für die sich vom Staat so verstoßen fühlenden Nichtwähler deutscher Herkunft. Wer nicht zur Tat schreiten will, darf sich über Stillstand nicht beschweren.

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«Kenne deinen Feind»

06. Februar 2010

Das Long War Journal, ein Think Tank kritischer Journalisten, die regel- mäßig über den «Krieg gegen den Terror» berichten, hat einen schockie- renden Report über ein pakistanisches Mädchen namens Meena aus dem Lower Dir vorgelegt, dessen Vater und Bruder - beides Taliban - ihre neunj- ährige Schwester Nahida gezwungen haben, in Afghanistan ein Selbst- mordattentat auszuführen. Ein BBC-Team hat mit dem Mädchen gespro- chen. 

«Sie befestigten eine Bombe an meiner Schwester Nahida. Sie banden die rechteckigen Teile an ihre Arme und ein schwarzes Band war um ihre Beine gewickelt. Dann verbanden sie das alles. Meine Schwester sagte meinem Bruder, dass die Bombe zu schwer für sie sei und dass sie nicht mal laufen könne. Er antwortete, es würde schon gehen wenn sie erst einmal in dem Auto säße. Sie gaben ihr Medizin. Aber sie weinte sehr laut und schrie nach meiner Mutter. Sie ging immer wieder zu ihr zurück und umarmte sie. Wenn sie die Bombe ansah, begann sie zu zittern. Dann schlugen mein Bruder und mein Vater meine Mutter nieder und schrieen: «Warum lenkst du das Mädchen von seiner Mission ab?» Ich hörte, wie meine Schwester sagte «Wo ist Meena? Ich will sie sehen». Aber ich war nicht stark genug dafür. Ich konnte es nicht.  Meine Mutter wurde ohnmächtig, als sie sie ins Auto setzten. Mein Bruder sagte später, dass die Attacke meiner Schwester in Afghanistan stattfand.»

Die Polizei im Lower Dir hält Meenas Angaben für die schlichte Wahrheit. Der Vater der Dreizehnjährigen wurde kurze Zeit, nachdem auch sie ein Selbstmordattentat verüben sollte, bei einem Angriff der pakistanischen Armee getötet. Ihr Bruder ist vermutlich noch am Leben. Meena fürchtet jetzt um ihr Leben. Falls ihr Bruder auftaucht, will sie ihn vergiften.  «Die Taliban töten die Kinder anderer Leute. Sie machen Frauen zu Witwen. Sie sollten auch leiden müssen.»

Nicht grundlos empört sich Bill Roggio von Long War Journal: «Behalten Sie im Hinterkopf, dass es Taliban wie Meenas Vater und Bruder sind, mit denen die pakistanische Regierung in der Vergangenheit verhandelt hat, und dass es dieselben sind, mit denen die afghanische und westliche Regierungen heute verhandeln wollen». Solche Leute will Bundesaußen- minister Guido Westerwelle also mit Geld zur Aufgabe ihrer menschen- verachtenden Ideologie bewegen.

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Vom Westen unbemerkt, wächst der Hass auf die Taliban

05. Februar 2010

Special

«Man kommt nicht umhin zu fragen, ob eine Befriedung Afghanistans als demokratische Republik unter sowjetischer Vorherrschaft für die Menschen dort nicht doch der bessere Weg gewesen wäre. Besser als blutiger Bürgerkrieg und die fortschreitende Destabilisierung der Region», wundert sich Thomas Steffen aus Berlin in der Leserbriefspalte des aktuellen Der Spiegel (Nr.5/2010). Der Tenor seines Leserbriefs passt zum in modernen Debatten in Mode gekommenen Verzicht auf Fakten.

Das Hamburger Magazin haut derzeit Woche für Woche einen Brandbrief nach dem anderen zum Thema Afghanistan heraus und nimmt es dabei mit der Wahrheit nicht so genau. So fragen die Autoren des neuesten «Enthüllungsberichts» zur «Kundus-Affäre» empört, «welche Macht der Welt die zwei versunkenen Tanklaster aus dem Sand hätte befreien sollen», und stellen dergestalt die offizielle Bundeswehrversion infrage, dass die Tank- lastwagen als rollende Bomben eine Bedrohung dargestellt hätten.

Laut dem Feldjägerbericht zu dem folgenreichen Vorfall am 04. September 2009, ging der «Kdr PRT», also der verantwortliche Oberst Georg Klein, «zusätzlich von einer unmittelbaren Bedrohung durch ggf. gegen das PRT eingesetzte Pickups aus, die an Ort und Stelle mit dem Betriebsstoff als fahrende Bomben präpariert und gegen PRT KDZ und ANSF eingesetzt werden konnten», wie es in gestelztem Militärdeutsch auf Seite 3 des Berichts vermerkt ist. In anderen Worten: Nach und nach hinzugekommene Aufständische auf Pickups waren die Bedrohung, nicht die festgefahrenen Laster. Die Frage ist, warum Der Spiegel das unterschlägt.

Genauso hantiert dieser exemplarisch für «kritische Stimmen» stehende Thomas Steffen aus Berlin mit Fakten, von denen er offenkundig keine Ahnung hat. Diese sowjetische Vorherrschaft, die Steffen als vielleicht «besseren Weg» bezeichnet hat, kostete durch das blindwütige Morden der Sowjets bis zu 2.000.000 Menschen das Leben. Dagegen nimmt sich die Zahl der zivilen Todesopfer im aktuellen Konflikt beinahe harmlos aus: In den vergangenen neun Jahren sind rund 30.000 Menschen im Afgha- nistankrieg umgekommen, das Blut einer großen Mehrheit davon klebt an den Händen der Aufständischen.

In einer alles andere als einseitigen Abhandlung nimmt der österreichische Standard die Taliban ins Visier. Eine Journalistin des Wiener Blatts reiste unlängst ins Swat-Tal in den North Western Frontier Provinces von Pakistan, jener Gegend, aus der paschtunische Gotteskrieger derzeit Krieg und Verwüstung in die Berge, Ebenen und Städte Afghanistans und Pakistans tragen. Hier zeigt sich, was man in Zentralasien wirklich von den Taliban hält; und es zeigt sich auch, wie weit die Wahrnehmungsschere zwischen westlicher und östlicher Hemisphäre auseinanderklafft.

Die allererste Feststellung, die Eva Maria Teja Mayer im Swat macht, ist, dass «Taliban nur noch ein Schimpfwort ist». Die Menschen in den Stammesgebieten hegen einen Groll gegen die Kämpfer, die großes Leid über ihr Tal gebracht haben. Dieser Groll ist so groß, dass paschtunische Stämme den meist ebenfalls paschtunischen Taliban in einem beispiel- losen Schritt das Gastrecht verweigern und in Laschkars, Selbstschutz- milizen, auf die Dschihadis Jagd machen. Dieser Groll ist so groß, dass selbst religiöse Eiferer, die den «Heiligen Krieg» gegen den Westen befür- worten, die Taliban nur noch als Verbrecher ansehen.

 

Taliban-Militante hängen einen Mann, der ein «zionistischer Spion» gewesen sein soll

Nicht nur in Pakistan sind die Gotteskrieger nicht mehr wohl gelitten. In Afghanistan hat sich der Shinwari-Stamm, eine der größten und mächtig- sten paschtunischen Volksgruppen im Osten des Landes, nun demonstrativ auf die Seite der afghanischen Zentralregierung gestellt. «Die Taliban versuchen, unseren Stamm zu zerstören, sie stehlen unser Geld, sie nehmen uns unsere Söhne weg», sagt Malik Niaz, ein Shinwari-Ältester, der New York Times, und droht: «Wenn sie uns weiter herausfordern, werden wir sie vernichten». Die Shinwari warnen sogar, sie würden jedes Haus niederzubrennen, in dem einem Talib Obdach gewährt werde. Allerdings geraten auch Unschuldige ins Visier der Anti-Taliban-Koalition, wenn sie aus persönlichen Motiven denunziert wurden.

Diese Spirale der Gewalt ist symptomatisch für den Krieg am Hindukusch. Die nicht minder rüde Taktik der amerikanischen und pakistanischen Gegenoffensive, das gezielten Töten von bislang rund 50 Taliban-Anführern durch ferngesteuerte Kampfdrohnen mit fast 700 zivilen «Kollateral- schäden», droht sich bereits als kontraproduktiv zu erweisen. Zwar wurden die Aufständischen dadurch wahrhaftig geschwächt, aber die Furcht vor den Drohnen und die Wut über die vielen zivilen Todesopfer wachsen in Pakistan. Denn die Menschen fühlen sich aufgerieben in dem Konflikt, der von den Taliban mit noch kompromissloserer Härte geführt wird: 3.500 Menschen haben sie im vergangenen Jahr in Pakistan getötet.

In Afghanistan kommen weitere 1.620 Tote dazu - zusammengerechnet sind das beinahe achtzig Prozent der zivilen Toten auf dem zentralasiatischen Kriegsschauplatz. Doch während es sich bei den von westlicher Seite verursachten zivilen Toten hauptsächlich um unbeabsichtigte oder schlimmstenfalls in Kauf genommene Opfer handelt - was nach Völkerrecht leider durchaus legitim ist - morden die Aufständischen hingegen wahllos und begehen Verbrechen, die trotz ihrer Ausmaße im Westen kaum ein Echo finden, obwohl dies dringend nötig wäre.

So begingen die Krieger Allahs Giftgasanschläge auf Mädchenschulen, überschütteten Mädchen und Frauen für die bloße Inanspruchnahme von Grundrechten mit Säure, ermordeten Lehrer, Dorfälteste und Ärzte. In ihrem blinden Hass gegen «westliche Einflüsse» erschossen sie selbst Kinder, bloß weil Ausländer ihnen einen Dollar-Schein zugesteckt hatten. Bei einem Überfall auf einen Reisebus wurden gänzlich grundlos 31 Fahr- gäste von den Taliban lebendig enthauptet.

Und wer sich fragt, wie es zu «Kollateralschäden» durch westliche Militär- aktionen überhaupt kommen kann, sollte nur einmal die ellenlange Liste von Vorfällen durchgehen, bei denen Aufständische Zivilisten als Geiseln nahmen und zwangen, menschliche Schutzschilde zu bilden - der traurige Rekord liegt bei 2.000 solcher Geiseln in der Ortschaft Pir Baba im vergangenen Mai. Dass solche Vorgehensweisen nicht stärker verurteilt werden, ist eine Schande. Strafanzeigen gegen Oberst Klein haben übereifrige Mitbürger schon gestellt. Hat irgendjemand daran gedacht, gegen einen Talibananführer Strafanzeige zu stellen?

Der Vollständigkeit halber - 09. Februar 2010

Thomas Steffen hat mich darauf hingewiesen, dass sein Leserbrief in Der Spiegel stark gekürzt veröffentlicht worden ist. Im Folgenden also der Gesamttext, der Vollständigkeit halber…

«Einen wesentlichen Aspekt unterschlägt Ihr ansonsten sehr informativer Beitrag. Im Gegensatz zur Sowjetunion steht den USA und ihren Verbün- deten keine zynisch kalkulierende Großmacht gegenüber, die aus rein geostrategischen Überlegungen heraus die feindliche Guerrilla massiv mit Geld und Waffen unterstützt. Vielmehr spielen die aktuellen Gegenspieler des Westens - Russland und VR China - eine konstruktive Rolle beim Wiederaufbau Afghanistans. Selbst der stets gescholtene Iran hatte seinen Anteil beim Sieg über die Taliban. Man kommt beim Lesen des Artikels deshalb nicht umhin zu fragen, ob eine Befriedung Afghanistans als Demokratische Volksrepublik unter sowjetischer Vorherrschaft für die Menschen dort vielleicht doch der bessere Weg gewesen wäre. Besser als ein 30jähriger blutiger Bürgerkrieg mit Millionen Toten, besser als die fortschreitende Destabilisierung der Region und besser als das Aufkommen von El-Kaida und den daraus resultierenden Folgen für die gesamte Welt. Im Übrigen erdreistete sich die Sowjetführung nicht, von den Osteuropäern einen Beitrag zum damaligen Krieg zu fordern. Auch kamen Moskaus Statthalter in Ost-Berlin, Prag und anderswo nicht auf die Idee, mit eigenen Truppen und im vorauseilenden Gehorsam den real existierenden Sozia- lismus am Hindukusch zu verteidigen.»

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Zitate #4

29. Januar 2010

Heute gibt es nur ein Zitat, aber das hat es in sich. 

«Wer die Grundbegriffe der Demokratie behandelt, als wären sie Glaubensartikel - Gebote, zu denen man sich bekennen muss -, der ist von der Gesinnung ihrer Gegner schon durchdrungen.»

- Thomas Steinfeld, Journalist und Dummbeutel, in der Süddeutschen Zeitung, über Islamkritiker

Mal im Ernst, was hat dieser Schmalspurfeuilletonist eigentlich geraucht? Seine Aussage bedeutet nichts anderes, als das vehementes Eintreten für Demokratie  antidemokratisch sei. Während dieser Gedankengang im aller- ersten Moment vielleicht sogar als logisch erscheint, denn schließlich läuft jeder Vorkämpfer einer politischen Idee irgendwann Gefahr, sie Anders- denkenden aufzuzwingen, so muss man doch im Hinterkopf behalten, von was wir hier sprechen: Der Demokratie! 

 

Mit dem Steinfeld’schen Gedanken zum Thema Demokratie erreicht die deutsche Medienlandschaft einen neuen Tiefpunkt

Es geht um die Regierungsform, die uns Frieden, Freiheit und einen relativen Wohlstand garantiert, der einzigen Regierungsform, die der Menschenwürde und den Grundrechten eines Menschen Rechnung trägt. Hier gibt es keinen Raum für Interpretationen, denn die Alternativen zur Demokratie sind denkbar schlecht und deswegen schlicht undenkbar. Sich zur Demokratie zu bekennen, heißt, sich zum Offensichtlichen bekennen, nämlich zu Freiheit und Recht. Das schließt das Privileg, auf seine Freiheiten und Rechte zu verzichten, zwar mit ein.

Aber zu den Freiheiten in einer Demokratie gehört eben nicht das Recht, ihre Abschaffung zu betreiben oder anderen Menschen ihrer Rechte zu berauben, und sei es nur, durch den subtil intellektuellen Aufruf dazu. Wer infrage stellt, dass es richtig ist die Demokratie und die mit ihr ver- bundenen Werte vehement zu verteidigen, stellt die Demokratie und diese Werte an sich infrage. Herr Steinfeld sollte sich gesagt sein lassen, dass diese Argumentation weitaus besser geeignet ist, ihn zum Antidemokraten abzustempeln, als dass die seine taugt, Islamkritiker zu diffamieren!

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Schock: Die Schweizer waren gar nicht «islamophob»

25. Januar 2010

Es war ein Schock fürs politische Establishment, als vor knapp zwei Monaten die Schweizer einem Minarettverbot zustimmten. Entgegen dem Anraten von Regierung und Parlament, aber auch entgegen den Meinungsumfragen, stimmte das Volk mit 57 Prozent sehr deutlich dafür, den Bau von Minaretten zu verbieten. Weltweit löste die Entscheidung Proteste aus. Am Ende konnte man sich einig sein: Die Schweizer sind offenkundig «islamophob», also dem Islam gegenüber feindlich. Schon musste man nicht mehr darüber nachdenken, was ihr Votum besagt. 

Nun legt der österreichische Standard eine wissenschaftliche Analyse des Volkswillens vor: Das Institut für Politikwissenschaft der Uni Bern befragte 1000 Stimmberechtigte nach ihren Motiven. Das Fazit: Die Wähler der poli- tischen Mitte waren entscheidend. Denn die Linken stimmten mit großer Mehrheit gegen das Minarettverbot, die Rechten fast geschlossen dafür. Die Mitte-Wähler nahmen das Minarettverbot im Verhältnis zwei zu eins an, obwohl sich die Parteien der bürgerlichen Mitte (die liberale FDP und die christdemokratische CVP) gegen das Verbot aussprachen.

Die Autoren der Studie kommen zum Schluss, «dass auch von denjenigen, die sich für die Chancengleichheit zwischen Schweizern und Ausländern aussprechen und die sich für eine weltoffene und moderne Schweiz ein- setzen, rund 40 Prozent für das Minarettverbot stimmten». Ein symbolischer Entscheid: «Bei den Motiven der Befürworter wurde am häufigsten die Absicht genannt, ein Zeichen gegen die Ausbreitung des Islam und des von ihm propagierten Gesellschaftsmodells zu setzen.»

Viele Schweizer gaben an, dass Minarette nichts mit der Reli- gionsausübung zu tun hätten. Konkrete Kritik an den in der Schweiz lebenden Muslimen hingegen gaben nur 15 Prozent der Ja-Stimmenden als Motiv an. Islamwissenschaftler gestehen ein, dass eine Moschee gar kein Minarett braucht. In der Tat handelt es sich bei Minaretten um archi- tektonische Kniffe, die im achten Jahrhundert erdacht wurden damit der Muezzin auf den belebten Straßen mittelalterlicher moslemischer Städte überhaupt gehört werden konnte. Im Koran werden Minarette mit keiner Sure erwähnt, wie denn auch, das klappt rein zeitlich nicht.

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Dank Islam: Vergewaltigte Philippina wird mit 100 Peitschenhieben «bestraft»

21.01.2010

Eine philippinische Gastarbeiterin, die im vergangenen Jahr in Saudi-Arabien von einem Kollegen vergewaltigt wurde, könnte nach einer län- geren Haft nun auch noch mit 100 Peitschenhieben bestraft werden. Das berichtet GMA News. Die Frau sitzt bereits 5 Monate hinter Gittern und erlitt aufgrund der schlechten Haftbedingungen sogar eine Fehlgeburt, obwohl sie sich nichts hat zu Schulden kommen lassen. Jedenfalls suggeriert der gesunde Menschenverstand das, aber nicht die Scharia.

Denn der beinharte islamische Rechtskodex sieht Vergewaltigungen als «illegale Liebesbeziehung» an, wenn das Opfer keine vier männlichen Zeugen für seine Opferrolle benennen kann - diese in vielen islamischen Ländern praktizierte, absurde Regelung öffnet der sexuellen Willkür liebes- toller Moslems Tür und Tor und bestraft die ohnehin schon gequälten Opfer zusätzlich. Als ob Haft und Fehlgeburt nicht schon schlimm genug wären, drohen der Philippina jetzt auch noch 100 Peitschenhiebe. 

In völliger Übereinstimmung mit der dortigen Gesetzeslage hatte aus- gerechnet der Chef der Frau sie an die Polizei übergeben. Da es für die Tat keine Zeugen gab, wurde sie bis zum Gerichtstermin im Januar inhaftiert. Gegenüber ihrer Mutter berichtete das Opfer von furchtbaren Haft- bedingungen. Derweil können die in der Heimat gebliebenen Kinder der Frau nicht mehr zur Schule geben, weil niemand mehr für ihren Unterhalt sorgt.

Dieser Fall ist nur ein neuerliches Beispiel für die Barbarei eines buch- stabengetreu gelebten Islam und es stellt sich die Frage, warum der niederländische Islamkritiker Geert Wilders trotz des Wahrheitsgehalts seiner Kritik an genau solchen Verhältnissen nun in den Niederlanden vor Gericht steht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Parlamentsmitglied Volks- verhetzung vor. Wilders wies die Vorwürfe zurück und beschuldigte seine Gegner, einen «Schauprozess» gegen ihn anzustreben.

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