Fakten zur Ausländerkriminalität
Eingetragen am 29.06.2008, 17:38:21 unter der Kategorie: PC
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Dass ausgerechnet das primitive Massenblatt BILD einmal brauchbare Fakten zu wirklich strittigen Themen bringen würde, erstaunte mich schon sehr. Tatsächlich getraute sich ein BILD-Autor darauf hinzuweisen, welch krasse Ausmaße die von Migranten ausgehende Kriminalität angenommen hat. Auch gestattet sich der Schreiberling den süffisanten Hinweis darauf, wie beschönigend die Polizeiliche Kriminalstatistik, kurz PKS *), mit dem Problem Ausländerkriminalität umgeht, und schon in der Nomenklatur andeutet, es gebe ein solches Problem gar nicht: Schließlich ermittelt die PKS nur die Nationalität von "Tatverdächtigen". Ich würde mich nicht wundern, wenn diese statistische Arbeitsmethode bald von Gutmenschen auch noch so ausgelegt würde, dass die Polizei es überproportional auf Ausländer abgesehen hat…

Selbst die BILD weiß es mittlerweile: Ausländer bescheren der Polizei im Vergleich mehr Arbeit als Deutsche (Foto: Pixelio)
Belassen wir es aber bei Fakten: Fakt ist, dass 8,8 Prozent der Bevölkerung - das sind 7,2 Millionen Menschen - ausländischer Herkunft und ohne Deutsche Staatsbürgerschaft sind. Fakt ist, dass insgesamt 17 Prozent der Bevölkerung in erster, zweiter oder dritter Generation von Migranten ausländischer Herkunft abstammem und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Die PKS erfasst aber nur, wer die Deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und wer nicht, sprich, sie "denkt" in 8,8 und 91,2 Prozent-Kategorien. Auch Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft, und das sind auch nicht wenige Menschen in unserem Land, werden als Deutsche aufgeführt. Gebürtige Deutsche werden somit diskriminiert, da gar nicht erfasst wird, ob von den aufgeführten 17 Prozent nicht vielleicht auch eine größere kriminelle Energie ausgeht.
Unlängst hatte ich den SPD-Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des Innenausschusses darauf aufmerksam gemacht, dass der Bund Deutscher Kriminalbeamter eine Änderung dieser Prozedur schon vor geraumer Zeit angemahnt hat. MdB Edathy schrieb mir, er sehe keinen Grund dazu, und überhaupt sei es für die Bürger nicht von Belang zu wissen, welcher Nationalität ein Tatverdächtiger sei.
Ich gedenke zu beweisen, dass dem so ist. Nochmal: Wir vergleichen hier, wie viele Tatverdächtige aus den - ethnopolitisch vielleicht so nicht korrekt bezeichneten - Volksgruppen Deutscher und Ausländischer Mitbürger kommen. Wir vergleichen, wie viele Täter im Berichtszeitraum der PKS aus der Gruppe von 7,2 Millionen Ausländern kamen und wie viele aus der Gruppe von etwa 75 Millionen "Restdeutschen".
Die Differenz ist frappierend: 2.284.127 Tatverdächtige ermittelte die Polizei im Berichtsjahr der PKS 2006 (die PKS für 2007 ist noch nicht voll veröffentlicht worden), 503.037 davon waren Ausländer, das heisst, 22 Prozent der Tatverdächtigen kamen aus einer Bevölkerungsgruppe von Menschen, die gerade einmal 8 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen ausmachen. Einzeln aufgeschlüsselt ergeben sich noch haarsträubendere Ergebnisse bezüglich des Anteils nichtdeutscher Tatverdächtiger an der Gesamtzahl der Verdächtigen:
◘ Mord/Totschlag: 28 Prozent
◘ Vergewaltigung/sexuelle Nötigung: 29,6 Prozent
◘ Raub: 28,9 Prozent
◘ Schwerer Diebstahl (bspw. mit Gewaltanwendung/-androhung): 22,4 Prozent
◘ Einfacher Diebstahl: 20 Prozent
◘ Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (Handel mit/ Besitz von Drogen): 23,4 Prozent
◘ Betrug: 19,2 Prozent
◘ Urkundenfälschung: 40,9 Prozent
In manchen Bundesländern ist der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen sogar noch weitaus höher als im Bundesdurchschnitt; In Bayern, Baden-Württemberg und Berlin wird rund ein Drittel aller Verbrechen von "Nichtdeutschen" begangen, in Hessen sind es genau stolze 33 Prozent.
Eine gute Methode, um zu ermitteln, ob Angehörige einer Gruppe der Bevölkerung (z.B. Frauen, Alte, Jugendliche, Ausländer und so weiter) im Durchschnitt krimineller sind als andere, ist eine Häufigkeitsrechnung mit der Tatverdächtigenbelastungszahl. Sie stellt dar, wie viele Menschen von 100.000 Personen einer Volksgruppe im Berichtszeitraum der PKS eines Verbrechens verdächtig waren.
Wendet man die Formel TVBZ = (Anzahl Tatverdächtige x 100.000)/ Personen der Volksgruppe insgesamt auf Deutsche Tatverdächtige an, so ergibt sich folgender Wert:
1.781.090 x 100.000/ 75.006.528 = 2.374
Macht man das gleiche mit der Zahl ausländischer Tatverdächtiger, ergibt sich folgender Wert:
503.037 x 100.000/ 7.237.472 = 6.950
Streng genommen muss in beiden Rechnungen noch die Zahl der Kinder unter acht Jahren abgezogen werden, dies drückt die Ergebnisse aber nur bedingt nach oben. Jedoch zeigt der Wert eines deutlich: Waren im Jahr 2006 rund 3.000 von 100.000 Deuschen verdächtig, ein Verbrechen begangen zu haben, so waren es beinahe beinahe 7.000 von 100.000 Ausländern. Somit kann man getrost den Schluss ziehen, dass man sich nicht als Nazi beschimpfen lassen muss wenn man darauf verweist, dass Ausländer im Schnitt verglichen mit Deutschen "dreimal so kriminell" sind. Auch ist meines Erachtens nach aufgrund dieser Rechnung der Schluss zulässig, dass auch zwischen gebürtigen Deutschen und Deutschen mit Migrationshintergund in der PKS ein wie auch immer gearteter Unterschied bestehen würde. Wäre die TVBZ für Deutsche mit Migrationshintergrund - die aus Gründen der politischen Korrektheit natürlich nicht ermittelt werden darf - ähnlich wie der Wert für ausländische Mitbürger, ergibt sich ein Dunkelzifferwert von rund 40 Prozent. Das würde bedeuten, dass Täter aus einer Volksgruppe, die weniger als 20 Prozent der Menschen in diesem Land ausmacht, beinahe die Hälfte aller Verbrechen begehen.
Eins steht fest, hellgrau auf dunkelgrau: Es gibt in diesem Land ein Problem mit Ausländerkriminalität. Wer dies verleugnet, lügt.
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