Islamisten ermorden über 100 Menschen in Zentralasien

29.10.2009

Eine Gruppe heroischer „Widerstandskämpfer“ der radikalislamischen Taliban hat am Morgen ein Gästehaus der Vereinten Nationen in der afghanischen Hauptstadt Kabul überfallen. Das berichtet der Spiegel. In dem Gästehaus hatte die UNO Angehörige ihrer Mission für Entwicklungshilfe UNAMA untergebracht. Nach erstem Erkenntnisstand haben die Rechtgläubigen mindestens sechs ausländische UNO-Mitarbeiter ermordet.

Weiterhin wollen die Terroristen den Afghanen ihr naturgegebenes Recht auf politische Mitbestimmung nehmen. Sollte an der Stichwahl zum Präsidentenamt festgehalten werden, werde es weitere Anschläge geben, drohte ein Sprecher der Taliban. Eine Stichwahl war nach massiven Ungereimtheiten bei der Auszählung des Urnengangs im August nötig geworden. Amtsinhaber Hamid Karzai liegt demnach mit seinem Herausforderer beinahe gleich auf.

Auch in Pakistan haben die Rechtgläubigen zugeschlagen. In Peshawar zündete der pakistanische Arm der Taliban eine Autobombe. Laut der New York Times kamen bei dem Attentat auf einen belebten Markt mindestens 101 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen Frauen. 160 Menschen seien verletzt worden. Derzeit befindet sich die US-Außenministerin Hillary Clinton in dem Land; sie verurteilte den Angriff scharf.

Die Quintessenz des heutigen Tages: 107 unschuldige und wohl auch unbewaffnete Menschen wurden von den Fanatikern massakriert. Und die moslemische Welt läuft Amok, weil ein einzelner Rassist in Deutschland eine Muslima umgebracht hat.

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3 Kommentare »

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  1. Dich gibt es also noch? Gut!
    Und zum Thema: Die Taliban sehen Entwicklungshelfer als Bedrohung ihrer Macht. Schulen, Infrastruktur und eine Grundversorgung mit Lebensmitteln könnte die Menschen ja auf die Seite des Westens ziehen…
    Widerlich, wenn Menschen die bloß helfen wollten Opfer eines solchen Verbrechens werden.

    Comment von Manu — 29.10.2009, 10:00:29 @ 10:00

  2. Ich habe größten Respekt vor Mitarbeitern von den ganzen NGOs und Hilfsorganisationen, die trotzdem da runter fahren und helfen wollen obwohl sie doch ihr Leben riskieren.

    Comment von Art — 29.10.2009, 14:27:56 @ 14:27

  3. Ich würde nicht für irgendeine Hilfsorganisation nach Afghanistan gehen.

    Comment von Lea — 01.11.2009, 14:29:07 @ 14:29

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