Auch Sozialisten sind nur Menschen

30.09.2009

Der venezolanische Staatschef Hugo Chavez, mit dem als Vorbild Linken-Chef Oskar Lafontaine Deutschland zu Freiheit und demokratischem Sozialismus führen will, macht mit Bravour vor, was linke Politiker offenbar am besten können: Wasser predigen und Wein saufen. Chavez ließ sich durch das von ihm kontrollierte Parlament gerade eine Erhöhung seines persönlichen Budgets um 638 Prozent bewilligen - allein für seine teuren Anzüge gibt der Exzentriker jährlich fast eine halbe Million Dollar aus. 

Genüsslich nimmt die Welt den Haushaltsbericht des „Ministeriums der Volksmacht für die Finanzen“ auseinander. Demzufolge hat Chavez nun über über 1,5 Milliarden Dollar pro Jahr zur freien Verfügung - immerhin das 125.000fache des durchschnittlichen Jahreseinkommens eines Venezolaners. Zum Vergleich: Im kapitalistischen Deutschland verdient Bundeskanzlerin Merkel weniger als eine Viertelmillion Euro im Jahr. 

 

Palast der sozialen Gerechtigkeit: Alle lachten, als Joseph Ackermann, Vorstandssprecher der Deutschen Bank, behauptete, Linken-Chef Oskar Lafontaine lebe prunkvoller als er. Dabei tut Lafontaine das wirklich

Gerade erst hatte Chavez, der laut dem Bericht allein für Hygieneartikel beinahe 100.000 Dollar im Jahr ausgibt, seine Landsleute aufgefordert, weniger lang zu duschen, um Wasser zu sparen. Dabei ist Venezuela ein Land mit riesigen Wasserreserven. Aber Chávez und sein Sozialismus des 21. Jahrhunderts haben es nach zehn Jahren geschafft, dass in vielen Teilen des Landes Wasserknappheit herrscht. Gleichzeitig nehmen Kriminalität und Korruption in beängstigenden Ausmaßen zu. 

Das zeigt wenigstens: Auch Sozialisten sind nur Menschen. Chavez-Fan Oskar Lafontaine lebt selbst wie ein Kapitalist - er erhält eine Rente, für die ein normaler Arbeitnehmer fast ein halbes Jahrtausend arbeiten müsste, und lebt in einer exklusiven Villa in Saarlouis. Auch die Vorzeige- kommunistin Sahra Wagenknecht wurde schon im feinsten Restaurant Straßbourgs beim Hummeressen erwischt. Wenigstens versuchte sie, ihre Spuren zu verwischen.

Weiterblättern:  Heuchelei beim „Maultaschen“-Urteil

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2 Kommentare »

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  1. Warum schreibst du nichts von Lafontaines ermogelten Pensionsansprüchen?

    Comment von Lea — 01.11.2009, 14:35:57 @ 14:35

  2. http://kuebeline.webnode.com/news/die-islamophobe-wascherei/

    Comment von Tet — 02.11.2009, 10:59:48 @ 10:59

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