
Wer Noergler ist, woher er kommt und was er beruflich macht, wird kein Leser erfahren. Es ist einfach nicht wichtig. Noergler's Familienangehörige wählen links, grün und mitte-rechts, sein Freundeskreis ist vielschichtig und setzt sich aus Menschen in aller Welt zusammen die Gott unter den verschiedensten Namen (oder gar nicht) anbeten und Anhänger der verschiedensten Ideologien sind (oder absolut apolitisch). Er ist ein Durchschnittstyp.
„Noergler“ ist nur das Pseudonym für einen Konservativen, der die Nase voll hat von der „Berliner Republik“ und dem Mangel an Integrität in politischen Debatten. Er hat die Nase voll vom Linksruck unserer Tage und der gefährlichen Einseitigkeit der Politik unserer Parteien. Angewidert ist er von Hysterie und der billigen Polemik, der sich die Panikmacher bedienen. Er will in einem Land leben, das mit einem gesunden Selbstbewusstsein und Augenmaß außenpolitisch auftritt und sich notfalls resolut für seine Interessen und die Interessen all seiner Partner einsetzt. Er will in einem Land leben, dass mit Verstand und nicht mit Furcht auf seine Vergangenheit zurückblickt, und das das Andenken an die Opfer der Verbrechen, die von seinem Boden ausgingen, in Ehren hält, ohne dass es vergisst, in die Zukunft zu blicken. Er will in einem Land leben, in dem der Bürger sich für Staat und Mitmenschen einsetzt und nicht das Engagement anderer als Selbstverständlichkeit erachtet.
Politische Korrektheit ist ein Krebsgeschwür. Meinungen gelten in diesem Land als unvertretbar oder gar kriminell, ohne gegen ein Gesetz zu verstoßen. Nur allzu gern schwingen Gutmenschen ihre moralische Keule gegen den politischen Gegner - wer Umweltschutzmaßnahmen hinterfragt, wird zum asozialen Weltvernichter abgestempelt, egal ob die Maßnahme sinnvoll ist oder nicht. Wer militärische Interventionen im Ausland befürwortet, ist ein faschistischer Militarist, egal ob er es mit der Wahrung des Friedens begründet oder nicht. Wer sich gegen den Zuwandererstrom ausspricht, ist ein Rassist, egal ob die wachsende Überfremdung im eigenen Land real ist oder nicht. Die Denkmuster der Gutmenschen sind in Simplizität nicht zu übertreffen und dennoch wird ihnen ein Forum geboten, das sich wider jede Vernunft richtet. In vierundsechzig Jahren Nachkriegsgeschichte haben es die Nachfolger der Nationalsozialisten nie geschafft, eine bedeutende politische Kraft zu werden. Es dauerte aber nur zehn Jahre, bis diejenigen in Berlin wieder mitregieren konnten, die in der Tradition der diktatorischen ostdeutschen Regimepartei SED stehen. Ohne großen Widerstand werden diese Verhältnisse toleriert - aber Konservative und politisch nonkonformistische Menschen werden grundlos zu Faschisten abgestempelt, zu Nationalisten oder asozialen Umweltsündern. Ob man sich jetzt dadurch verdächtig macht, dass man „Negerkuss“ sagt anstatt „Schaumkuss“, ob man die Nationalhymne singen kann oder Raucher ist; Ob man nun das schöne anstelle des sparsamen Autos kauft, ob man sich öffentlich als Patriot bekennt oder Bürgerpflichten als solche sieht – stets sind schnell Stigmata an der Hand.
Wenn wie unlängst ein Pro-Köln-Politiker, der zuvor als „Nazi“ beschimpft worden war, gerichtlich belangt werden soll weil er einen Bezirksbürgermeister mit den Worten „Ich würde nie zu ihnen sagen, Sie sind ein rotlackierter Faschist, man könnte es aber meinen“ in die Schranken weist, dann zeigt sich nur das Maß an Bigotterie, der sich das Gutmenschentum bedient.
Dieses Blog soll als Alternative zum medialen Mainstream dienen und Nachrichten verschiedenster Art sammeln, die man so sonst nirgendwo liest. Es versteht sich nicht als besonders entlarvend oder investigativ; es erhebt keinen Anspruch darauf, extraordinär hochqualitativ zu sein. Es verleugnet seine Positionen nicht - und genau das macht den Unterschied zur Presse aus, deren Publikationen hier zerpflückt werden. Hajo Friedrich sagte einst, dass ein guter Journalist sich mit keiner Sache gemein zu machen habe. Diesen Anspruch erhebt die so genannte Qualitätspresse, und doch ist ihr Schaffen manipulativ bis zum Gehtnichtmehr, sei es durch das was sie schreiben, oder durch das, was sie weglassen. In der Noergelecke schreiben keine Journalisten. Hier verleugnet niemand, dass er eine „Agenda“ hat. Hier verleugnet niemand, was seine Positionen sind.