Wenn Barbaren über Barbaren urteilen

03.11.2009

Ohne Zweifel verdient der Mann, der im vergangenen Winter in Saudi Arabien vier Minderjährige missbrauchte und einen in der Wüste qualvoll verdursten ließ, die schwerstmögliche Strafe. Nach dem Rechtsverständnis einer liberalen Gesellschaft, die nicht wegen sondern trotz der Verbrechen eines Menschen auch seine Würde achten will, wäre das wohl eine lebenslange Freiheitsstrafe. Im islamischen Kulturkreis geht es allerdings noch ein wenig grober zu, wie die Frankfurter Rundschau berichtet.

Denn dort wird vielerorts die Scharia praktiziert, der beinharte Rechtskodex ultrakonservativer Moslems. Dank ihr kann sich der Scharfrichter an dem Kinderschänder so richtig austoben: Denn ein Gericht verurteilte den 22-jährigen Täter nun zum Tode durch Enthauptung. Anschließend soll seine Leiche öffentlich gekreuzigt und zur „Abschreckung“ ausgestellt werden. Der Anblick und Geruch eines von Fliegen umschwirrten kopflosen Kinderschänders in der saudischen Wüstensonne dürfte in der Tat eine gewisse Wirkung zeigen. 

So sehr man aber vielleicht geneigt ist, angesichts der drakonischen Strafe grimmige Genugtuung zu empfinden, so sollte man sich doch vor Augen halten: Hätte der Saudi Mädchen und nicht Jungen missbraucht, wäre es vermutlich nie zu einem Urteil gekommen. Denn gemäß der Scharia braucht das weibliche Opfer eines sexuellen Übergriffs vier Zeugen, um zu beweisen dass es vergewaltigt wurde und nicht freiwillig fremdgegangen ist. Männliche Zeugen übrigens.

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Islamisten ermorden über 100 Menschen in Zentralasien

29.10.2009

Eine Gruppe heroischer „Widerstandskämpfer“ der radikalislamischen Taliban hat am Morgen ein Gästehaus der Vereinten Nationen in der afghanischen Hauptstadt Kabul überfallen. Das berichtet der Spiegel. In dem Gästehaus hatte die UNO Angehörige ihrer Mission für Entwicklungshilfe UNAMA untergebracht. Nach erstem Erkenntnisstand haben die Rechtgläubigen mindestens sechs ausländische UNO-Mitarbeiter ermordet.

Weiterhin wollen die Terroristen den Afghanen ihr naturgegebenes Recht auf politische Mitbestimmung nehmen. Sollte an der Stichwahl zum Präsidentenamt festgehalten werden, werde es weitere Anschläge geben, drohte ein Sprecher der Taliban. Eine Stichwahl war nach massiven Ungereimtheiten bei der Auszählung des Urnengangs im August nötig geworden. Amtsinhaber Hamid Karzai liegt demnach mit seinem Herausforderer beinahe gleich auf.

Auch in Pakistan haben die Rechtgläubigen zugeschlagen. In Peshawar zündete der pakistanische Arm der Taliban eine Autobombe. Laut der New York Times kamen bei dem Attentat auf einen belebten Markt mindestens 101 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen Frauen. 160 Menschen seien verletzt worden. Derzeit befindet sich die US-Außenministerin Hillary Clinton in dem Land; sie verurteilte den Angriff scharf.

Die Quintessenz des heutigen Tages: 107 unschuldige und wohl auch unbewaffnete Menschen wurden von den Fanatikern massakriert. Und die moslemische Welt läuft Amok, weil ein einzelner Rassist in Deutschland eine Muslima umgebracht hat.

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In Oslo war in den vergangenen drei Jahren jeder Vergewaltiger ein Zuwanderer

11.09.2009

Die norwegische Zeitung Aftenposten berichtet in Berufung auf die Leiterin der Osloer Polizei, Hanne Kristin Rohde, dass für jede einzelne Vergewaltigung in Oslo in den letzten drei Jahren ausschließlich Einwanderer verantwortlich zeichnen. Außerdem sei der Anteil ausländischer Täter bei Gewaltverbrechen in Oslo seit 2001 um mehr als die Hälfte gestiegen und wird zurzeit mit 72 Prozent beziffert, obwohl der Anteil von Ausländern an der Gesamtbevölkerung der Hauptstadt bei „nur“ 25 Prozent liegt.

Im Dunkelfeld der Gewaltverbrechen - also nicht zur Anzeige gebrachten Straftaten - liegt der vermutete Ausländeranteil sogar noch höher. Ob er hier schon die 100% wie bei Vergewaltigungen erreicht? Die meisten Straftäter jedenfalls seien beinahe ausschließlich Männer kurdischer oder nahöstlicher Abstammung, also moslemischen Glaubens. Die Polizei mutmaßt, dass den Übergriffen die frauenfeindliche Kultur in den Herkunftsländern der Einwanderer zugrunde liegt, und will auf mehr Präventionsarbeit setzen.

Im April hatte eine besonders grausame Vergewaltigungsserie in Oslo die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt: Ein Ägypter, dem politisches Asyl und die norwegische Staatsbürgerschaft gewährt worden waren, soll acht Frauen vergewaltigt und so schwer misshandelt haben, dass eines der traumatisierten Opfer sich schließlich das Leben nahm.

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NPD-Gegendemonstration endet in Gewalt

11.09.2009

Es gab mal eine Zeit, da hatte eine Institution Europa fest im Griff mit ihrem intoleranten Gedankengut, das sie vorgab im Namen des Guten zu verbreiten. Für keine Gewalttat war sie sich zuschade, solange es nur die „Richtigen“ traf. Diese Institution war die Inquisition. Heute haben wir eine neue Variante davon zu erdulden, zugegebenermaßen, nur ein Inquisitiönchen was die Ausmaße angeht. Nichtsdestotrotz ist sie in ihrem Denken nicht weniger totalitär.

Dieses Inquisitiönchen ist der Antifaschismus. 

 

Nicht zum ersten Mal mussten sich Polizisten mit vorgehaltener Waffe vor Linksextremisten schützen

Wer Antifaschist ist, darf unter dem Deckmantel seiner Opposition gegen faschistische Umtriebe erst einmal alles. Zum Beispiel in Hamburg auf dem Schanzenviertel wüten. Da trug die NPD am Abend eine Kundgebung mit „weniger als hundert Teilnehmern“ aus, so Die Welt. Nichtsdestotrotz massierten sich antifaschistische Kräfte in der Stadt, 2′300 an der Zahl. Und sie, nicht etwa die Rechtsextremisten, griffen schließlich die Polizei an.

Der Presse sind Meldungen zu entnehmen, dass bereits zu Beginn zahlreiche Platzverweise ausgesprochen worden und Festnahmen erfolgt wären. Die Folge: Geworfene Flaschen und „Scharmützel“ mit der Polizei. Die Täter: Linke Demonstranten. Dann allerdings griff der rote Mob direkt einige Beamte an. Die wackeren Kämpfer wider dem Nazitum schleuderten unter anderem Gehwegplatten nach Polizisten, die sich mit einem Warnschuss Luft verschaffen mussten. 

Und was hatte der Hamburger Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) dazu zu sagen? Er bedauerte bloß, dass es keine rechtliche Grundlage dafür gegeben habe, die NPD-Demo zu verbieten. Das habe man ja geprüft.

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Yale-Buch über die Mohammed-Karikaturen ohne Mohammed-Karikaturen

08.09.2009

Die Elite-Uni Yale hat einem Bericht von Associated Press zufolge die Darstellung der berühmt-berüchtigten Mohammed-Karikaturen in einem Buch über eben jene Karikaturen ersatzlos gestrichen. Man habe ernstzunehmende Bedenken gehabt, dass die Veröffentlichung zu erneuten Wellen der Gewalt hätte führen können. Das Werk mit dem Titel „Die Karikaturen, die die Welt schockierten“ von Professorin Jytte Klausen soll nächste Woche erscheinen. Ironischerweise behandelt es die gewaltsame Reaktion der moslemischen Welt auf die von einer dänischen Zeitung publizierten Karikaturen aus dem Jahr 2005. 

Prominente Absolventen und mehrere Professoren reagierten mit einer Protestnote. „Ich halte es für furchtbar, dass der Campus von Nathan Hale ausgerechnet zu dem Platz geworden ist, an dem Amerika vor der Angst davor kapituliert, dass Extremisten möglicherweise irgendetwas tun könnten“, sagte einer der Unterzeichner. Hale gilt als amerikanischer Musterpatriot, der im Unabhängigkeitskrieg für seine Überzeugungen an den Galgen ging. 

 

Auch der ehemalige amerikanische UN-Botschafter John Bolton verurteilte den Schritt. „Ich halte das für intellektuelle Feigheit“, sagte Bolton, „und für ein Armutszeugnis für Yale“. Dem schloss sich der Präsident der Vereinigung amerikanischer Hochschullehrer Cary Nelson an, der Yale vorwarf, die Entscheidung drücke nichts anderes aus als dass man zwar „nicht mit Terroristen verhandelt“, sehr wohl aber bereit sei zu tun, was sie noch gar nicht verlangt haben.“ 

Auch die Autorin Jytte Klausen ist „sehr verärgert“ über die Zensur, zumal sie nach eigener Auskunft mit Vertretern moslemischer Gemeinden über die Veröffentlichung gesprochen hat. Das Pressebüro von Yale verteidigte sich indes mit der Verlautbarung, man habe auf Anraten von Experten die Entscheidung getroffen von einer Veröffentlichung der Bilder abzusehen. Neuveröffentlichungen der Karikaturen hätten zu über 200 Toten und vielen hundert Verletzten in allen Teilen der Welt geführt. Und Zeitungen in den USA und Großbritannien hätten sich schließlich auch geweigert, die Karikaturen abzudrucken. 

Mit einer unerklärlichen Verzögerung von mehreren Monaten hatten die dänischen Karikaturen, die nach Ansicht von zahlreichen moslemischen Klerikern den Propheten Mohammed verunglimpften, im Jahr 2006 zu Ausschreitungen von Marokko bis Indonesien geführt. Skandinavische Vertretungen brannten, dänische Waren wurden boykottiert. Die Zeichner wurden mehrfach mit dem Tode bedroht, sogar Ziel von Anschlägen und leben auch heute noch unter Polizeischutz. Infolge der Ausschreitungen unternahmen die Regierungen vieler moslemischer Staaten wiederholte Versuche, die Redefreiheit bezüglich der Kritik an Religionen massiv einzuschränken.

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