Schröder: Die Weltkriege beweisen’s - Islam gut, Europa böse
09.12.2009
In den Streit um das Referendum gegen Minarettbauten in der Schweiz hat sich nun auch Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) eingeschaltet - und macht mit den vielleicht unsinnigsten Kommentaren von sich Reden, die man je von diesem Mann gehört hat. Direkt nach der Bemerkung, Russlands Herrscher Wladimir Putin sei ein „lupenreiner Demokrat“, natürlich. Schröder verfasste für die Zeit nämlich einen Brandbrief gegen das Referendum, schrieb, dass der Islam eine friedliche Religion sei - das lehre schließlich der Koran - und warf den Schweizern vor, die Religions- freiheit einzuschränken.
Das ist ja ein Ding. Da hat einer ganz genau den Koran gelesen, und beschlossen, dass dieser Friedfertigkeit lehre. „Oh Gläubige, nehmt weder Juden noch Christen zu Freunden“, lehrt uns die Sure 5:52. Und warum nicht? Die Antwort finden wir in der Sure 2:191. „Erschlagt die Un- gläubigen, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben; denn Verführung zum Unglauben ist schlimmer als Totschlag“. Das alte Testament der Christenheit ist ähnlich blutig, könnte man jetzt behaupten. Stimmt auch, nur lebt heute keiner mehr danach.
Altkanzler Gerhard Schröder lässt uns erahnen, wie ahnungslos er wirklich ist
… Zurück zu Schröder, der mahnte, dass „Defizite“ bei der Religionsfreiheit in islamischen Staaten eine solche Einschränkung nicht rechtfertigen könnten. „Defizite“ ist eine glatte Untertreibung, und der faktisch unwahre Vergleich zum Minarett-Verbot ist genauso hanebüchen - aber pfiffig, wie er nun mal ist, betont Schröder auch, warum „wir“ das nicht dürften: „Wir verstehen uns als eine aufgeklärte Gesellschaft. Und Aufklärung heißt nicht, Unzulänglichkeiten anderer Gesellschaften bei uns zu wiederholen“.
Junge, der Gerd lehnt sich ja weit aus dem Fenster. Und gerade wir Deutschen, so schreibt er ferner, hätten keinen Grund zur Überheblichkeit. „Es waren keine islamischen Staaten, die die beiden Weltkriege des vergangenen Jahrhunderts verbrochen haben“, erinnert Schröder. „Für Überheblichkeit gegenüber anderen gibt es für uns keinen Grund“. Soso, Gerd, wir sollen also den Mund halten. Die Frage ist dann aber doch, warum gerade die Deutschen sich hinsichtlich dieser innerschweizerischen Angelegenheit aufführen, als wären sie mit einem Reservetank voller Moral zur Welt gekommen.
„Glücklicherweise ist unsere Verfassung ja klüger und lässt keine Volksabstimmung auf Bundesebene zu, erst recht nicht über Grundrechte wie die Religionsfreiheit“, faucht NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU), ebenfalls in der Zeit. Und ewig grüßt der Vorwurf der „Ein- schränkung der Religionsfreiheit“. Dabei werden Minarette im Koran praktisch nicht erwähnt, wie denn auch - der Koran wurde Mohammed im Jahr 610 eingegeben, das erste Minarett wurde nicht vor dem achten Jahrhundert gebaut. Selbst der deutsch-türkische Starregisseur Fatih Akin gibt zu, dass ein Minarett nur ein architektonischer Bestandteil einer Moschee sei, also banal.
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